RatgeberWahlarztordination

Ordination neben dem Spital: was netto bleibt.

Viele Wahlärztinnen und Wahlärzte ordinieren neben ihrer Anstellung im Spital. Was davon übrig bleibt, hängt weniger vom Honorar ab als davon, was das Gehalt mit Steuer, SVS und Wohlfahrtsfonds macht.

Heller Flur mit Rundbogen, eine Person geht den Gang entlangBild mit KI erstellt

Drei Dinge, die das Gehalt verändert

Die Ordination kommt oben drauf.

Einkommensteuer

Das Gehalt zählt mit. Die Ordination wird deshalb mit Ihrem höchsten Steuersatz besteuert, bei vielen Spitalsärztinnen und Spitalsärzten 40 oder 48 Prozent. Die Lohnsteuer auf das Gehalt ist schon bezahlt, die Einkommensteuer auf die Ordination kommt mit dem Bescheid.

SVS

Für die Ordination schreibt die SVS Pensions- und Unfallversicherung vor, aber nur bis zur Höchstbeitragsgrundlage von 97.020 Euro im Jahr (2026). Das Spitalsgehalt zählt dabei mit. Krankenversichert sind Sie über das Spital.

Wohlfahrtsfonds

Er bemisst sich an Spital und Ordination zusammen und am Einkommen von vor drei Jahren. Der Beitrag für die Ordination kommt also später. Wie der Wohlfahrtsfonds rechnet

Ein Beispiel mit erfundenen Zahlen

13 Stunden in der Woche, rund 1.800 Euro im Monat.

Eine Fachärztin bekommt vom Spital 4.300 Euro netto im Monat. Daneben ordiniert sie 13 Stunden in der Woche und nimmt im Jahr rund 78.000 Euro ein.

Nach Kosten, SVS, Wohlfahrtsfonds und Einkommensteuer bleiben ihr aus der Ordination rund 1.800 Euro im Monat. Zusammen mit dem Gehalt sind das rund 6.100 Euro netto im Monat.

Von jedem weiteren Euro Gewinn bleibt ihr wegen des hohen Steuersatzes nur knapp die Hälfte. Ein zusätzlicher Nachmittag bringt deshalb weniger, als das Honorar vermuten lässt.

Ihre eigene Rechnung

Im Plan tragen Sie Gehalt, Behandlungen und Stunden ein und sehen, was die Ordination netto bringt, und was ein Nachmittag mehr ausmacht.

Häufige Fragen

Neben dem Spital: was Ärztinnen und Ärzte fragen.

Wie viel Steuer zahle ich auf die Ordination neben dem Spital?

Das Gehalt zählt bei der Einkommensteuer mit. Die Ordination kommt also oben drauf und wird mit Ihrem höchsten Steuersatz besteuert, bei vielen Spitalsärztinnen und Spitalsärzten mit 40 oder 48 Prozent. Die Lohnsteuer auf das Gehalt ist schon bezahlt, für die Ordination kommt die Einkommensteuer dazu.

Muss ich neben dem Spital eine Krankenversicherung bei der SVS zahlen?

Nein. Mit einer Anstellung sind Sie über den Dienstgeber bei der ÖGK krankenversichert. Für die Ordination schreibt die SVS Pensions- und Unfallversicherung vor.

Was bringt mir ein Nachmittag mehr?

Das hängt von Honorar, Kosten und Ihrem Steuersatz ab. Im Plan tragen Sie Ihre Behandlungen und Stunden ein und sehen sofort, was ein Jahr netto bringt.

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Quellen: SVS: Beiträge für Ärztinnen und Ärzte 2026 · WKO: Einkommensteuertarif 2026

Diese Seite erklärt allgemein, wie Steuer und Abgaben neben einer Anstellung zusammenwirken, und ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung.

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